Vortrag Prof. Dr. G. Baader: Medizin im Nationalsozialismus am Beispiel der “Euthanasie” | 22.07.2016 EBB Alt Rehse

Aufnahme Vortrag Prof. Dr. Gerhard Baader,  22.7.16,  Dauer: 53:25 min


Auf Einladung des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte sprach
Prof. Dr. Gerhard Baader am 22. Juli 2016 über die medizinischen Diskurse zu Hygiene, Sozialdarwinismus und Konstitutionslehre, die Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Bedeutung in Deutschland bekamen.

Im Kontext des 1.Weltkrieges und der politisch-sozialen Kämpfe in der
Weimarer Republik radikalisierte sich die Mehrheit der Ärzte in Richtung einer staatlich durchgeführten Eugenik.

Die nationalsozialistische Rassenhygiene führte nach 1933 zu Zwangssterilisation und Massenmord.
Die Bundesrepublik Deutschland bot den an den Massenmorden beteiligten Ärzten unbehinderte Karrierechancen, nur in sehr wenigen Fällen kam es zu juristischen Verurteilungen.
Im letzten Teil seines Vortrags beleuchtete Prof. Dr. Baader die medizinethischen Debatten nach 1945 und formulierte eine ethische Position zu aktuellen Themen.
—————————————
Der Vortrag fand statt in der
Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse
Am Gutshof 1,

Ortsteil Alt Rehse, 17217 Penzlin

Sa. 30.1.2016 • 14 – 17 Uhr Radiofeature: „wasche keine Hände…#2“ • FSK 93,0/101,4mhz, Dab+, Stream

Samstag, 30. Januar 2016  14 – 17.00 Uhr    FSK 93,0, 101,4, DAB+, Stream
Radiofeature:  „wasche keine Hände…#2“
Mitschnitt:


Medizinforschung in Hamburg und Auschwitz – Recherchen und ihre Wirkung.
Über den Vortrag von Jutta Hübner in der Charité (Berlin) im Oktober 2015 über
medizinische Forschungen von Prof. Dr. Hinselmann in Auschwitz und die Folgen.
Ein neues Interview mit Peter Wirths – Sohn des Standortarztes in Auschwitz
Dr. Eduard Wirths zu seinem jetzigen Bild des Vaters.
Traumabearbeitung der Kinder und Enkel in der deutschen Normalität.
Dazu ein Interview mit Thomas Käpernick, Historiker und Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, u.a. bei dem Seminar “Ein Täter, eine Täterin in der Familie?”
Von Sabine Lueken, Journalistin und Historikerin, erschien in der konkret 12/15 ein Artikel über das mecklenburgische NS-“Musterdorf” Alt Rehse, im Interview sprechen wir über ihren Besuch bei der letzten Tagung des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen “Euthanasie” und Zwangssterilisation im Lern- und Gedenkort Alt Rehse und was sich aktuell tut in der ehemaligen Ärzteschule der Nazis in Alt Rehse?

Weitere Themen in der Sendung: 
die Künstler Felka Platek und  Felix Nussbaum,
die Ausstellung “Kunst aus dem Holocaust im Deutschen Historischen Museum in Berlin mit 100 Werken aus der Gedenkstätte Yad Vashem.

mit Dr. Jutta Hübner, Judith Haman, Heiner Metzger

über Bildende Künstler in den 
 Konzentrationslagern
 Auschwitz, Theresienstadt, Neuengamme • lecture Judith Haman
 24.3.2015


A Lecture about Visual Artists in the Concentration Camps in Auschwitz, Terezín, Neuengamme and the Image Search to a Oil painting of Mrs. Alida Kisskalt,  Frau Wirths mit den Kindern (1941)

“Kampf dem Gebärmutterhalskrebs” von Hamburg bis Auschwitz als “Forschung um jeden Preis” im Nationalsozialismus. Dr.Jutta Hübner / über Bildende Künstler im KZ Auschwitz. Judith Haman

Vortragsreihe zum 70. Jahrestag der Befreiung des KL Auschwitz
veranstaltet vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin und Medizinhistorisches Museum Hamburg.   27.1. – 7.4.2015

Dienstag 24. März 2015 18:00 Uhr

Dr. med Jutta Hübner 
“Kampf dem Gebärmutterhalskrebs” von Hamburg bis Auschwitz als “Forschung um jeden Preis” im Nationalsozialismus
Filmausschnitte: Splitter einer Recherche. Kolposkopie im KL Auschwitz – die Rolle der Frauenklinik Altona. Interview mit Dr. Jutta Hübner von Judith Haman, Hamburg 2014.

Judith Haman
über Bildende Künstler im KZ Auschwitz

Medizinhistorisches Museum Hamburg Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 
Martinistraße 52 20246 Hamburg 
————–
Video/Produktion: Judith Haman, Heiner Metzger 
wasche-meine-haende.de • hierunda.de
Hamburg 2015
©all copyrights bei den Vortragenden, Medizinhistorisches Museum und den Videoproduzenten

29.8.15 • 14 -17 Uhr • Radiofeature: „wasche keine Hände“ – Ein Besuch im KZ-Museum Auschwitz Juli 2015

Samstag, 29.August 2015  14 – 17.00 Uhr       FSK 93,0, 101,4, DAB+, Stream

Radiofeature:  „wasche keine Hände“
Ein Besuch im KZ-Museum Auschwitz Juli 2015

Mitschnitt

Über deutsche Konzentrationslager, eine Lecture von A. Sieradzka (Kunsthistorikerin) über bildende Künstler und ihre künstlerischen Arbeiten im Museum Auschwitz, die Geschichte der Lager Auschwitz I, Auschwitz-Birkenau (Vernichtungslager), Auschwitz-Monowitz und der 47 Außenlager. Die Entstehung des Museums-Auschwitz, den Generalplan Ost und zwei Ausstellungen in der ehemaligen Schindler Fabrik: “Der Tod hat nicht das letzte Wort – Niemand zeugt für den Zeugen” und die Dauerausstellung: “Krakau unter der deutschen Besatzung 1939-1945.”

Am 27.1.2015 sollten zum Tag der Befreiung von Auschwitz eine Reihe von Veranstaltungen, eine Rauminszenierung im Sektionssaal des Medizin-historischen Museums im UKE beginnen. Ein 12-seitiges Exposé mit Inhalten und Details des Projektes, Entwürfen, Lebensläufen der 19 Beteiligten, Finanzplänen und Anlagen wurden Mitte 2014 erst bei der hamburgischen Kulturstiftung gestellt: Ablehnung; drei Monate später beim Elbkulturfonds:  Ablehnung. Realisiert wurden dann Vorträge der Referenten und Filme zum Themenkreis Mediziner in Auschwitz und Hamburg und eine szenische Lesung.
Die Schauspieler spielten jetzt auf Eintritt, die Filme und Vortragenden gabs umsonst. Am 24.3.2015 präsentierte Judith Haman ihre Recherchen „über bildende Künstler in Auschwitz“ mit einem Kurzvortrag. Die Suche nach Dokumentationen über Künstlerinnen und Maler im KZ Auschwitz zeigte: im Kunstkontext: Fehlanzeige;  in der historischen Literatur nur marginal bearbeitet. Damit war klar; wir besuchen das KZ-Museum Auschwitz in diesem Sommer 2015.

Radiosendung von Judith Haman und Heiner Metzger

Mediziner in Auschwitz und Hamburg